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Die Knirpsmäuse (Mus minutoides)

Klein aber oho!


Darf ich vorstellen: Familie Knirpsmaus. Diese winzigen und witzigen Mäuslein mit den grossen Kulleraugen gehören zu den kleinsten bekannten Säugetieren weltweit. Sie stammen ursprünglich aus dam südlichen Afrika, Zimbabwe und Mosambik, wo sie sehr weit verbreitet sind.

Die Mäuslein werden ca. 5cm gross, eine normale Farbmaus wirkt dagegen riesig. Das soll aber nicht heissen, dass sie auch nur einen Schuhkarton viel Platz bräuchten. Die Mäuse sind sehr, sehr aktiv weshalb die Mindestgrösse des Terrariums oder ausgedienten Aquariums auf jeden Fall 60cm x40cm x40cm (LxBxH) bei einem Pärchen betragen muss.

Einfache Klopapier- und Küchentücherrollen bieten für die Tiere schöne Versteckmöglichkeiten. Auch wenn sie nicht ganz so geschickte Kletterer sind wie z.B. die Eurasische Zwergmaus, so werden Äste und Kletterseile trotzdem sehr gern genutzt. Wir haben außerdem einen Tisch aus Holz gebastelt, der den Tieren eine zweite Ebene in ihrem Reich schafft. Weil die Kleinen gerne graben kann man eine Schüssel mit Sand in das Terrarium stellen und darin Futterkörner vergraben - das bringt Abwechslung.

Tabelle der wichtigsten Infos
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Die Knirpse sind reine Beobachtungstiere und besonders für Berufstätige und Spät-ins-Bett-Geher geeignet, da sie nachtaktiv sind und ihre Nester erst ab Beginn der Dämmerung verlassen. In Kinderhände gehören sie nicht, da sie aufgrund ihrer geringen Grösse schnell Verletzt werden können.

Sehr angenehm ist, dass diese Mäuse nicht so penetrant riechen wie andere Mäuse. Mindestens einmal in der Woche sollte man aber trotzdem einen Teil der Einstreu wechseln.

Sehr wichtig ist ein ständiges Angebot von Wasser und Futter, da es sonst sehr schnell zu Kannibalismus kommen kann. Der Stoffwechsel der Knirpsmäuse arbeitet so schnell, dass es schon nach kurzer Zeit zu organischen Schäden kommen kann, wenn sie keine Nahrung und Flüssigkeit aufnehmen.

Als Futter nehmen die Süssen gern Kolbenhirse, Gräsersamen, Knabberstangen, Hamster-, Wellensittich- und Exotenfutter an. Frischfutter wird von den meisten Knirpsen nicht angenommen, man sollte es aber trotzdem ausprobieren, vielleicht trifft man ja doch den Geschmack der Tiere. Meine Tiere fressen z.B. gern Zucchinistückchen und Golliwoog..
Steinharte Brötchen und Nudeln werden auch liebend gern benagt.
Die afrikanischen Knirpsmäuse haben kleine Backentaschen in denen sie wie Hamster die kleinen Saaten transportieren können. Ein muss ist auch das regelmäßige verfüttern von tierischer Nahrung wie Mehlwürmern, Igeltrockenfutter, Katzentrockenfutter,...

Die Mäuse sind soziale Tiere und dürfen niemals allein gehalten werden. Am Besten ist eine kleine Gruppe, da fühlen sich die Knirpse besonders wohl.

Allerdings muss man bedenken, dass sich die Mäuschen schnell vermehren. Wenn man züchten will und dies nicht ausser Kontrolle geraten soll, muss man mindestens 3 Terrarien zur Verfügung haben um nach Geschlechtern trennen zu können. Ansonsten rate ich zu einer gleichgeschlechtlichen WG, damit erspart man den Tieren viel Stress, da die Gruppen fest bestehen bleiben.

Die Babymäuse sehen aus wie sehr kleine Gummibärchen, nackt und rosig und fiepsen leise aus dem Nest heraus. Wenn die Mäuse Nachwuchs haben sollte man sie einfach in Ruhe lassen, auch wenn man Neugierig ist und am Liebsten ständig gucken möchte. Es kann sonst passieren, dass sich die Elterntiere gestört fühlen und die Kleinen gefressen werden

Die wichtigsten Informationen

Herkunft: Südafrika, Zimbabwe, Mosambik
Grösse: 5cm
Gewicht: 5g
Lebensdauer: ca. 2 Jahre
Geschlechtsreife: ab ungefähr der 6.Woche
Sozialverhalten: gesellig, niemals allein halten!
Aktivitätsphase Dämmerung und Nacht,
gut für Berufstätige, die sowieso erst abends zuhause sind
Besonderheit: Eines der kleinsten Säugetiere der Welt
Unterbringung: Terrarium oder ausgedientes Aquarium mit ausbruchsicherer Drahtabdeckung, mindestens 60x40x40cm (LxBxH) bei einem Pärchen.
Einrichtung: Kletteräste, Höhlen, Küchenrollen, Hanfseile,...
Bodengrund: Gemisch aus Kleintiereinstreu, Heu, Stroh,
Temperatur: ca. 21°C, evtl. sollte man eine Heizmatte unter eine Ecke des Terrarium installieren, aber aufpassen, dass es keinen Wärmestau gibt!
Ernährung: Gemisch aus Wellensittich- und Kanarienvogelfutter, Gräsersamen, Kolbenhirse, trockenes Brot (schimmelfrei), Knabberstangen, Obst, Katzentrockenfutter, Igelinsektenfutter, Mehlwürmer,...
Wasser: Muss immer zur Verfügung stehen, sonst kann es zu organischen Schäden und Kanibalismus kommen!
Sonstiges: Knirpsmäuse sind keine Streicheltiere, sondern wirklich nur reine Beobachtungstiere!

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