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Kornnatter (Pantherophis guttatus)
Der bessere Regenwurm :) 



Tabelle der wichtigsten Infos
Ein bisschen schüchtern ist unsere hübsche Kornnatter schon, außer wenn es um Futter geht, dann wickelt sie sich einem auch mal gern um die Finger und bleibt dann auch da.

Schoßtiere sind Schlangen sowieso nicht, deswegen lassen wir die Hübsche auch meistens in Ruhe, auch wenn die Kornnatter eine recht friedliche Schlangenart ist. Wer schon immer eine Schlange anfassen wollte, aber nie in die Gelegenheit hatte, oder sich doch nicht traute, dem sei gesagt:
Sie sind weder glitschig, noch eklig, sondern ganz angenehm geschmeidig, trocken, sanft und kühl.

Kornnattern sind gut geeignet für Anfänger in der Terraristik, was aber nicht bedeuten soll, dass man sich nicht gut über diese Tiere informieren sollte. Auch die Frage, ob diese Schlangen beißen, sollte man sich sparen, denn diese Tiere bleiben immer wild und ziemlich unberechenbar.

Die Kornnatter ist eine Schlangenart, die verhältnismäßig klein bleibt mit ihrer ca. 1,25m Länge. Das Terrarium sollte mindestens so lang sein, dass sich das Tier einmal komplett ausstrecken kann und mit Höhlen und Kletterästen ausgestattet werden. Eine Wärmequelle muss außerdem zur Verfügung stehen in Form einer Wärmelampe oder Bodenheizung. Außerdem ein Wasserbecken, schon allein deswegen um eine gute Luftfeuchtigkeit zu halten.

Unsere Kornnatter haben wir auf einer Reptilienbörse erhalten, allerdings von einem Züchter, der im Nachbarort wohnt und so bei Fragen und Problemen immer zur Verfügung steht. Er ist außerdem im Internet unter der Adresse www.schlangenguru.de zu finden.

Unsere Kornnatter war von Anfang an absolut Futterfest. Glücklicherweise nimmt sie problemlos schon tote Mäuse an. Diese bekommt man in der Tiefkühltheke eines guten Zoogeschäftes. Tiefkühlmäuse haben den grossen Vorteil, dass sie einerseits dem Tier keinen Schaden mehr zufügen können, zum anderen keinen Schmerz mehr empfinden.
Übrigens, laut §4 des Tierschutzgesetzes ist es !VERBOTEN! ein Wirbeltier unsachgemäß zu töten!!!
Zitat: "... Ein Wirbeltier darf nur unter Betäubung oder sonst, soweit nach den gegebenen Umständen zumutbar, nur unter Vermeidung von Schmerzen getötet werden. Ist die Tötung eines Wirbeltieres ohne Betäubung im Rahmen weidgerechter Ausübung der Jagd oder auf Grund anderer Rechtsvorschriften zulässig oder erfolgt sie im Rahmen zulässiger Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen, so darf die Tötung nur vorgenommen werden, wenn hierbei nicht mehr als unvermeidbare Schmerzen entstehen. Ein Wirbeltier töten darf nur, wer die dazu notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten hat."

Das heißt, wer seine Futtermäuse selber züchtet und anschließend aber tot verfüttern will, braucht auf jeden Fall einen Sachkundenachweis und die Genehmigung dazu, diese Tiere zu töten. Dies geschieht in der Regel schmerzlos per Kohlendioxid, wobei die Tiere erst betäubt werden und deren Stoffwechsel dann durch das Gas versagt woran sie sterben. Klingt fies, ist aber für die armen Mäuslein sicher "angenehmer" als das bei vollem Bewusstsein stattfindende würgen und verspeist werden. Man muss jedoch leider zu diesem Thema auch sagen, dass es wenige Bio-Futtermäuse im Handel gibt, die meisten werden - wie so manch anderes "Schlachtvieh" industriell "produziert" und vor ihrem Tode nicht gerade artgerecht gehalten. Das Thema Futter ist wohl eines der schwierigsten Themen in Sachen Schlangenhaltung. Frostfutter ist in diesem Sinne vergleichbar mit den meisten Schnitzeln aus dem Supermarkt...

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