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Unser Spinnchen "Klecks" ist mittlerweile ein geschlechtsreifes Männchen im Alter von ungefähr 4 1/2 Jahren.
Die Brachypelma smithi ist eine relativ friedliche Vogelspinnenart die sich durch das "Bombardieren" vor potentiellen Angreifern verteidigt. Hierbei schubbelt sie mit ihren Hinterbeinen über ihr Abdomen und wirbelt so Brennhaare auf, mit denen man besser nicht in Berührung kommt.
Wie man auf dem unteren Foto erkennen kann, hat die Spinne auch nette Beißwerkzeuge, die sogenannten Chelizeren. Wenn die Spinne ein sich näherndes Beuteinsekt erkennt, beißt sie blitzschnell zu wobei sie sofort ihr Gift und Verdauungsflüssigkeit in den Körper des erbeuteten Tieres spritzt. Die Beute wird außerhalb des Spinnenkörpers schon verdaut, da Spinnen nur flüssige Nahrung aufnehmen können.
Fühlt sich die Vogelspinne in die Enge getrieben, kann es auch passieren, dass sie mal kräftig zubeisst. Hier wird sie zuerst die Verteidigungsstellung einnehmen, bei der sie sich vorne aufrichtet und die Vorderbeine und Chelizeren hebt. Dann schlägt sie blitzschnell und sehr kraftvoll zu. Für den Menschen ist ein Biss sehr schmerzhaft, für Leute die gegen Insektenbisse allergisch sind kann das Gift außerdem einen lebensgefährlichen Schock auslösen. Glücklicherweise sind wir hiervon bis heute verschont geblieben, allerdings lassen wir "Klecks" auch soweit in Ruhe und haben ihn erst einmal in seinem Leben auf die Hand genommen, nur um mal zu wissen wie sich das anfühlt. Spinnen sind nunmal reine Beobachtungstiere und sollten möglichst in ihrem Terrarium bleiben. Trotz allem sind Vogelspinnen sehr viel harmloser als ihr Ruf...
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Unser Spinnenterrarium wirkt vergleichsweise zu den empfohlenen Mindestmaßen wahrscheinlich riesig. Die vorgeschlagene Größe eines Vogelspinnenterrariums beträgt laut Fachliteratur 30x20x30cm bei bodenlebenden Arten, unser Terrarium dagegen ist ca 50x30cm gross.
Auch wenn die Brachypelma smithi in der Natur Wüsten und Halbwüstengebiete in Mexico bewohnt, darf die Temperatur im Spinnenheim nicht über 30°C steigen, da es ab dann für die Spinne gefährlich wird. "Klecks" ist nachtaktiv und dadurch an die kühleren Temperaturen von 18 bis 27°C angepasst. Den Tag verbringt er oft in seinem Unterschlupf, einer Höhle aus einem Rindenstück, ist ansonsten aber ziemlich aktiv. Zur Überwachung der Temperatur und der Luftfeuchtigkeit, die ungefähr bei 75% liegt, haben wir ein Thermo- und Hygrometer angebracht. Eine flache Schale in Steinoptik bietet der Spinne eine Wasserstelle und trägt zur Einhaltung der Luftfeuchtigkeit bei. Außerdem soll der Bodengrund aus Sand oder Blumenerde bis zu einem Viertel vor dem Unterschlupf feucht gehalten werden.
Möchte man eine Vogelspinne erwerben sollte man im Interesse der Tiere immer auf Nachzuchten zurückgreifen, das heißt, am Besten holt man sich einen Spiderling, da diese in der Regel nicht importiert werden. Bei Naturentnahmen, wie sie bei Spinnen der Gattung Brachypelma gestattet sind, passiert es sehr oft, dass die Tiere verletzt werden oder ums Leben kommen.
Die Brachypelma smithi unterliegt der Schutzkategorie II des Washingtoner Artenschutzübereinkommens. Beim Kauf unseres Pfleglings haben wir natürlich einen Herkunftsnachweis erhalten. Dies ist Pflicht, da man selbst auch jederzeit nachweisen können muss woher das Spinnchen stammt!
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